Buchhaltung · Sanitär & Heizung
KI-Buchhaltung für Sanitär- und Heizungsbetriebe
Für SHK-Betriebe ordnet die KI hohe Materialwerte bei Heizkesseln und Sanitärteilen, Anzahlungen bei größeren Anlagen und Bauleistungen mit Reverse-Charge nach § 13b UStG den richtigen Konten zu. Sie prüfen jede Buchung, bevor sie GoBD-fest festgeschrieben wird. Aus der laufenden Kontierung entsteht direkt die Grundlage für Umsatzsteuer-Voranmeldung, BWA und Jahresabschluss.
Typische Buchungsfälle im SHK-Betrieb
Material und Fremdleistung trennen
Heizkessel, Sanitärarmaturen und Rohrmaterial machen bei SHK-Aufträgen häufig einen hohen Anteil der Auftragssumme aus und werden auf einem eigenen Materialaufwandskonto geführt. Werden Teile eines Auftrags an Fremdfirmen vergeben – etwa Elektroarbeiten für den Heizungsanschluss –, ordnet die KI deren Rechnungen einem gesonderten Fremdleistungskonto zu, statt sie mit dem eigenen Materialeinkauf zu vermischen.
Anzahlungen bei größeren Heizungsanlagen
Der Einbau einer neuen Heizungsanlage erfordert oft eine Vorauszahlung des Kunden für Material und Fremdleistungen. Die KI erfasst diese Anzahlung als Verbindlichkeit und nicht als Umsatz, bis die Anlage abgenommen und die Schlussrechnung gestellt ist.
Werkzeug und Montagefahrzeuge
Spezialwerkzeug für Rohrverlegung und Heizungsmontage sowie Montagefahrzeuge werden über die Anlagenbuchhaltung mit laufender AfA geführt. Größere Werkzeuganschaffungen werden aktiviert statt als sofortigen Aufwand zu verschwinden, wenn ihre Anschaffungskosten und Nutzungsdauer dies erfordern.
Bauleistungen und Reverse-Charge
Führt ein SHK-Betrieb Installationsarbeiten als Nachunternehmer für einen Generalunternehmer oder Bauträger aus, der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, verlagert sich die Umsatzsteuerschuld nach § 13b UStG auf den Auftraggeber. Die Rechnung wird dann ohne Umsatzsteuerausweis mit dem Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gestellt.
Die KI erkennt anhand der hinterlegten Kundendaten und des Auftragskontexts, ob ein Reverse-Charge-Sachverhalt vorliegt, und schlägt den passenden Steuerschlüssel vor. Bei neuen Generalunternehmer-Kontakten oder gemischten Aufträgen mit Privatkunden bleibt die endgültige Prüfung bei Ihnen.
Was die Software für SHK-Betriebe mitbringt
- KI-Belegerfassung für Rechnungen von Sanitär- und Heizungsgroßhändlern per Foto oder PDF
- Erkennung von Reverse-Charge-Sachverhalten bei Bauleistungen nach § 13b UStG
- Bankimport mit automatischem Abgleich gegen offene Posten aus Anzahlungs- und Schlussrechnungen
- Anlagenbuchhaltung mit AfA für Spezialwerkzeug, Montagefahrzeuge und Messgeräte
- Getrennte Konten für Materialaufwand und Fremdleistung je Auftrag
- Kassenbuch GoBD-konform für kleinere Barauslagen bei Notdiensteinsätzen
- DATEV-Export von SuSa und Buchungsstapel für den Steuerberater
So läuft die KI-Kontierung ab
- Materialrechnung, Fremdleistungsrechnung oder Anzahlungsbeleg erfassen oder per Bankimport übernehmen
- Die KI schlägt Konto und Steuerschlüssel vor, inklusive Erkennung von Reverse-Charge bei Bauleistungen
- Sie prüfen den Vorschlag und bestätigen ihn
- Die Buchung wird GoBD-konform festgeschrieben, Korrekturen erfolgen ausschließlich per Storno
Auftragsbezogene Kalkulation bei Heizungsanlagen
- Über eine Kostenstelle je Anlage lassen sich Material-, Fremdleistungs- und Montagekosten einer Heizungsanlage getrennt vom laufenden Servicegeschäft auswerten
- Wartungsverträge mit regelmäßigen, über das Jahr verteilten Zahlungen werden getrennt von einmaligen Neuanlagen geführt
- Notdiensteinsätze mit kurzfristiger Rechnungsstellung laufen über dieselbe KI-Kontierung wie größere Anlagenprojekte
- Die OPOS-Verwaltung behält offene Anzahlungs- und Schlussrechnungen auch bei mehrmonatigen Bauvorhaben im Blick
- Ersatzteil- und Wartungsrechnungen für bereits installierte Anlagen lassen sich vom Neugeschäft getrennt auswerten, um die Wirtschaftlichkeit des Servicegeschäfts einzuschätzen
- Fahrzeuge und Werkzeug, die mehreren Aufträgen gleichzeitig zugeordnet werden, laufen zentral über die Anlagenbuchhaltung, unabhängig davon, auf welcher Kostenstelle ein einzelner Einsatz gebucht wird
Typische Stolperstellen im SHK-Betrieb
Anzahlung als Umsatz gebucht
Eine Vorauszahlung für eine neue Heizungsanlage wird gelegentlich direkt als Erlös gebucht, obwohl die Anlage noch nicht abgenommen ist. Erst die Schlussrechnung nach Abnahme löst den tatsächlichen Umsatz aus.
Fremdleistung mit Material vermischt
Werden Rechnungen von Fremdfirmen, etwa für Elektroarbeiten am Heizungsanschluss, auf demselben Konto wie das eigene Sanitär- und Heizungsmaterial gebucht, lässt sich die tatsächliche Marge eines Auftrags kaum noch nachvollziehen.
Notdienst und Neuanlage vermischt
Werden kurzfristige Notdiensteinsätze auf demselben Konto wie große Neuanlagenprojekte gebucht, verschwimmt die Grenze zwischen laufendem Servicegeschäft und größeren Bauvorhaben. Eine getrennte Kostenstelle je Auftragsart zeigt, welcher Geschäftsbereich tatsächlich zum Betriebsergebnis beiträgt und wo Kapazitäten für zusätzliche Notdiensteinsätze noch frei wären.
Häufige Fragen
Wann gilt Reverse-Charge für SHK-Betriebe?
Wenn der Auftraggeber selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, etwa als Generalunternehmer, verlagert sich die Steuerschuld nach § 13b UStG auf ihn. Bei Aufträgen direkt für Privatkunden greift Reverse-Charge nicht, die KI unterscheidet beide Fälle anhand des hinterlegten Kunden.
Wie werden Anzahlungen bei Heizungsanlagen verbucht?
Als erhaltene Anzahlung, nicht als Umsatz. Erst mit Abnahme der Anlage und Schlussrechnung wird der tatsächliche Erlös erfasst, sodass die BWA während der Bauphase kein verfrühtes Ergebnis zeigt.
Werden Werkzeug und Montagefahrzeuge automatisch abgeschrieben?
Ja, über die Anlagenbuchhaltung mit laufender AfA über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer laut amtlicher AfA-Tabelle, inklusive Anschaffungskosten und Restbuchwert je Gegenstand.
Wie werden Material und Fremdleistung getrennt?
Über eigene Konten: Sanitär- und Heizungsmaterial auf dem Materialaufwandskonto, Rechnungen von Fremdfirmen wie Elektrikern auf einem gesonderten Fremdleistungskonto, jeweils verknüpft mit der Kostenstelle des Auftrags.
Lassen sich Wartungsverträge getrennt von Neuanlagen führen?
Ja, über Kostenstellen lassen sich regelmäßige Wartungsverträge von einmaligen Anlagenprojekten getrennt auswerten, sodass die Wirtschaftlichkeit von Service- und Neugeschäft getrennt beurteilt werden kann.
Kann mein Steuerberater die Daten weiterverwenden?
Ja, SuSa und Buchungsstapel stehen im DATEV-Format zur Verfügung, inklusive der Reverse-Charge-Kennzeichnung bei Bauleistungen und der Kostenstellen je Auftrag.