Buchhaltung · Anbindungen
Integrationen: Woher Ihre Zahlen und Belege kommen
Eine Buchhaltung ist nur so gut wie das, was von allein hereinkommt. Deshalb holt sich das System Kontoumsätze, Auszahlungen der Zahlungsdienstleister und Belege selbst — aus Ihrer Bank per PSD2, aus Ihrem Postfach, aus Ihrem Cloud-Speicher, aus Ihrem Rechnungsportal. Was hereinkommt, wird gelesen, kontiert und Ihnen zur Freigabe vorgelegt. Nach außen geht es genauso geordnet weiter: amtlich vorgeprüft an ELSTER, ins Unternehmensregister, als DATEV-Datei an Ihre Kanzlei oder über die offene Schnittstelle in Ihr eigenes System.
Bankkonten und Zahlungsdienstleister
Umsätze kommen automatisch, die Kontierung schlägt das System vor
Bankkonten per PSD2
Geschäftskonten werden über die europäische Zahlungsdiensterichtlinie angebunden — Sie erteilen die Zustimmung bei Ihrer Bank, das System liest ab da nur. Umsätze werden mehrmals täglich abgeholt und dem passenden Sachkonto oder offenen Posten zugeordnet. Ein direkter Zugang für Qonto-Konten besteht zusätzlich.
Zahlungsdienstleister
Auszahlungen und Gebühren von Zahlungsdienstleistern werden als das gelesen, was sie sind: eine Auszahlung ist ein Geldtransit zwischen eigenen Konten, eine Gebühr ist Aufwand, eine Kundenzahlung tilgt eine Forderung. Genau diese Unterscheidung verhindert, dass derselbe Umsatz zweimal in der Gewinn- und Verlustrechnung landet.
Handel und Marktplätze
Auszahlungsberichte gängiger Shop-, Marktplatz- und Kassensysteme lassen sich als eigene Zahlungsquelle anbinden, damit die Erlöse periodengerecht und getrennt von den Gebühren im Journal stehen.
Zahlungen hinaus
Fällige Eingangsrechnungen bündelt das System zu einem SEPA-Zahllauf; das Ergebnis ist eine prüfbare Datei für Ihr Onlinebanking. Ausgelöst wird eine Zahlung nur nach Freigabe.
Über 4.000 Banken und Sparkassen
Ein Zugang, alle Institute — über die europäische Zahlungsdiensterichtlinie
Es gibt keine Liste einzeln gebauter Bankanbindungen, und das ist der Punkt: seit PSD2 muss jedes Institut einen Zugang für Drittdienste bereitstellen. Ihre Zustimmung erteilen Sie bei Ihrer Bank, sie gilt fürs Lesen und Sie bestätigen sie nach Ablauf erneut. Damit sind Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Privat- und Direktbanken sowie die Geschäftskonten-Anbieter gleichermaßen erreichbar — auch die, die hier nicht stehen.
Belege kommen von selbst herein
Vier Wege, und alle enden im selben Beleg
Eigenes Beleg-Postfach
Jede Gesellschaft bekommt eine eigene E-Mail-Adresse. Rechnungen, die Sie ohnehin per Mail erhalten, leiten Sie einmal dorthin weiter — oder tragen die Adresse gleich bei Ihren Lieferanten als Rechnungsempfänger ein. Der Anhang wird zum Beleg, ausgelesen und dem Bankumsatz zugeordnet.
Cloud-Speicher
Ein Ordner in Ihrem Cloud-Speicher wird verbunden und regelmäßig auf neue Dateien geprüft. Wer seine Belege ohnehin dort sammelt, ändert an seinem Ablauf nichts und hat sie trotzdem in der Buchhaltung.
Rechnungsportal
Belege, die ein Rechnungsportal für Sie aus Lieferantenportalen und Postfächern einsammelt, werden stündlich übernommen — Eingangsrechnungen und Quittungen ebenso wie Ausgangsrechnungen und Gutschriften. Sie tragen einmal Ihren Zugangsschlüssel ein, den Rest erledigt der Abgleich.
Upload und Drag-and-drop
Der einfachste Weg bleibt: Datei hineinziehen. PDF, Foto, XML — auch mitten aus der Bankansicht heraus, wenn zu einem Umsatz noch der Beleg fehlt.
Ämter und Register
Der Weg nach außen, amtlich vorgeprüft
ELSTER
Umsatzsteuer-Voranmeldung, Dauerfristverlängerung, Zusammenfassende Meldung, Umsatzsteuer-Jahreserklärung, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung sowie die E-Bilanz nach § 5b EStG werden im Haus erzeugt, amtlich vorgeprüft und übermittelt — mit Übermittlungsnachweis. Wir sind dafür als Hersteller registriert.
Handelsregister
Stammdaten, Rechtsform, Vertretungsberechtigte und Gesellschafter werden aus dem Register übernommen, statt abgetippt zu werden. Das spart nicht nur Zeit — es verhindert die Tippfehler, an denen später eine Erklärung scheitert.
Unternehmensregister
Der offenzulegende Jahresabschluss entsteht als amtliches XML samt XBRL-Instanz, also in der Form, die die einreichende Stelle erwartet — nicht als PDF, das jemand von Hand nacherfasst.
E-Rechnung
Strukturierte Eingangsrechnungen werden strukturiert gelesen, nicht abfotografiert: Die Daten kommen aus der Datei selbst, samt Prüfbericht. Ausgangsrechnungen erzeugt das System im selben Format.
Umstieg aus Ihrer bisherigen Software
Die Summen- und Saldenliste ist der Übergabepunkt
Wer schon bucht, fängt nicht bei null an. Übernommen wird das, worauf alles Weitere aufbaut: die Summen- und Saldenliste, dazu Personenkonten, Anlagevermögen und die Eröffnungsbilanzwerte. Aus dieser Liste entstehen anschließend Abschluss, E-Bilanz und jede Steuererklärung — sie ist bewusst der eine Übergabepunkt, statt zwanzig einzelner Felder.
Wo Ihre bisherige Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssoftware eine Schnittstelle anbietet, die echte Kontensalden liefert, wird sie direkt angebunden und die Liste turnusmäßig abgeholt — das gilt unter anderem für Odoo, wo die Saldenliste aus den gebuchten Buchungszeilen je Konto gerechnet wird, Eröffnungswerte und Periodenbewegung getrennt. Wo es keine Schnittstelle gibt — und das ist bei vielen verbreiteten Programmen so —, führt der Weg über den Export: eine Datei im DATEV-Format, als CSV oder als Excel-Mappe, die das System einliest und den HGB-Positionen zuordnet. Beides endet am selben Punkt, der Unterschied ist nur, ob Sie die Datei selbst ziehen.
Dateien: hinein und hinaus
Für alles, was keine Schnittstelle hat
- Buchungsstapel im DATEV-Format importieren und exportieren — der übliche Weg zur und von der Kanzlei
- Saldenlisten und Kontenrahmen als CSV oder Excel, SKR03 und SKR04, auch mit eigenem Kontenplan
- Kontoauszüge als MT940 oder camt, wenn eine Bank keinen PSD2-Zugang bereitstellt
- Personenkonten, Anlagevermögen und Eröffnungsbilanzwerte beim Umstieg aus dem Altsystem
- Vorjahreszahlen aus einem PDF, einer XML-Datei oder direkt aus dem Handelsregister
Offene Schnittstelle
Ihre Zahlen bleiben Ihre
Je Unternehmen lässt sich ein eigener Zugangsschlüssel für die REST-Schnittstelle anlegen: lesend für Auswertungen, schreibend zum Buchen. Es gelten dieselben Regeln wie in der Oberfläche — festgeschriebene Zeiträume bleiben festgeschrieben, jede Buchung trägt ihre Herkunft.
Damit lassen sich eigene Vorsysteme anbinden, für die es keinen fertigen Anschluss gibt: ein Kassensystem, eine Branchensoftware, ein Abrechnungsdienst. Und es bedeutet umgekehrt, dass ein Auszug jederzeit möglich ist — es gibt keinen Zustand, in dem Ihre Buchführung nur noch hier existiert.
Was die Anbindungen bewusst nicht tun
Damit klar ist, wo die Automatik endet
- Keine Anbindung bucht ohne Ihre Freigabe in die Gewinn- und Verlustrechnung — eine Bankzeile bewegt zuerst nur die Bilanz, Aufwand und Erlös entstehen mit dem Beleg
- Kein Bankzugang erlaubt Überweisungen: die Zustimmung, die Sie bei Ihrer Bank erteilen, ist eine reine Lesefreigabe
- Kein Dienst wird angebunden, ohne dass Sie ihn selbst verbinden — es gibt keine stillen Vorbelegungen
- Ihre Daten trainieren kein KI-Modell; die Verarbeitung läuft auf Servern in Deutschland
Häufige Fragen
Welche Banken lassen sich anbinden?
Alle Institute, die einen PSD2-Zugang für Drittdienste bereitstellen — das ist seit 2018 für Zahlungskonten gesetzlich vorgeschrieben und umfasst Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Privat- und Direktbanken ebenso wie Geschäftskonten-Anbieter. Die Freigabe erteilen Sie bei Ihrer Bank und sie ist auf das Lesen beschränkt; nach Ablauf bestätigen Sie sie erneut. Für Konten ohne nutzbaren PSD2-Zugang bleibt der Weg über MT940- oder camt-Auszüge.
Brauche ich DATEV, damit das funktioniert?
Nein. Die Buchhaltung läuft eigenständig, mit SKR03 oder SKR04. Das DATEV-Format ist trotzdem wichtig, weil es die Sprache ist, die Ihre Kanzlei spricht: Buchungsstapel lassen sich in diesem Format einlesen und ausgeben. So können Sie laufend selbst buchen und Ihrem Steuerberater am Jahresende trotzdem genau das geben, was er erwartet — oder umgekehrt einen Bestand aus der Kanzlei übernehmen.
Wie kommen Belege aus einem Rechnungsportal herein?
Sie tragen den Zugangsschlüssel Ihres Portalkontos einmal im Posteingang der Gesellschaft ein; er wird verschlüsselt hinterlegt. Danach prüft ein stündlicher Abgleich, ob dort neue Belege liegen, und übernimmt sie samt Datei. Jeder Beleg kommt genau einmal an, auch wenn sich die Abrufzeiträume überschneiden. Das Konto beim Portal selbst bleibt Ihr eigener Vertrag.
Werden Umsätze automatisch gebucht?
Vorgeschlagen ja, gebucht nur, was eindeutig ist. Erkennt das System einen Umsatz sicher — etwa eine Zahlung zu einer offenen Rechnung, einen Geldtransit oder eine von Ihnen selbst angelegte Regel —, bucht es ihn und Sie sehen das Ergebnis. Alles andere bleibt als Vorschlag stehen, bis Sie es bestätigen. In die Gewinn- und Verlustrechnung geht dabei nichts allein aus einer Bankzeile: Aufwand und Erlös entstehen mit dem Beleg.
Was kosten die Anbindungen extra?
Nichts — sie gehören zum Buchhaltungs-Abo und werden nicht je Konto oder je Beleg abgerechnet. Wo Sie einen Dienst Dritter nutzen, etwa ein Konto bei einem Rechnungsportal, gilt dafür weiterhin dessen eigener Vertrag. Die Zahl der angebundenen Bankkonten ist nicht begrenzt.
Komme ich wieder heraus, wenn ich wechseln will?
Ja, und das ist Absicht. Buchungsstapel im DATEV-Format, Saldenliste, Kontenblätter und Journal lassen sich jederzeit exportieren, dazu kommt die offene REST-Schnittstelle je Unternehmen. Es gibt keinen Export, der erst freigeschaltet werden muss, und keinen Zustand, in dem Ihre Buchführung nur noch in diesem System existiert.
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